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Wednesday, 23 January 2008

OOP day 3: Learning curve

Halbzeit! Und endlich ein Tag mit abwechslungsreichen Vorträgen. Allerdings auch ein langer Tag mit vier Vorträgen, zwei Keynotes und einer Nightschool. Und keine Bilder, weil die Synchronisation der Geräte heute an dem japanischen Vista scheitert...

Vortrag: Use Cases: Popularity, Pitfalls and Practices
Kevlin Henney again at his best.
Im Moment mein favorite Guru der OOP. Sehr direkt, sehr praktixnah, sehr eindeutig darüber, was Usecases alles NICHT sind und was man alles weglassen kann ohne sich schlecht zu fühlen. Überhaupt der erste Usecase-Vortrag ohne den schlechten Nachgeschmack von Buzzwords. Ich habe fast das Bedürfnis einen Usecase zu schreiben ... aber das vergeht sicher wieder ;-)

Vortrag: Soft Skills fördern den Projekterfolg
Echt? Das wäre mir niiieee eingefallen. Wie der Vortragende so entschieden betont hat: „Es gibt keine Realität.“ Also einfach eine andere Matrix wählen und schon ist das ganze Projekt anders :-)

Keynote: The Future of Software Delivery
Was ist noch geekiger als ein Guru? Ein Evangelist! Nach viel flavor, evangelistic stuff und Geschichten von ihren Kinder hat Terry Quatrani dann doch die IBM Werbung rausgelassen: Die Zukunft heißt Jazz (http://jazz.net/). Treibende Kraft hinter Jazz ist Erich Gamer, bekannt von Eclipse und Patterns (also auch Guru). Der Gedanke hinter Jazz ist (vereinfacht) eine IDE für (örtlich verteilte) Entwicklergruppen mit integrierter Prozessunterstützung und Kommunikationstools. Die Idee schaut durchaus interessant aus, die Entwicklung wird offen mit Community gemacht, der Source ist lesbar, nur das Endprodukt wird kostenpflichtig. Das sollten wir weiter verfolgen.

Vortrag: Was Regeln regeln: Architekturen mit Geschäftregeln
Oh, echter Code auf Powerpoint slides. Tasty :-) Der Gedanke mit einer Rule Engine die Algorithmen in Konvertern zu kapseln ist schon verlockend. Die Integration in Java scheint schon ziemlich fortgeschritten zu sein, auch wenn es an einem Standard noch mangelt. Vor allem das präsentierte JBoss-Drools wirkt sehr nett. Da muss ich ein Auge drauf werfen.

Keynote: The Power of Project Patterns
Oh, guru time again. Tim Lister und Peter Hruschka präsentieren die klassischen behavioral Patterns, die sie in Unternehmen kennengelernt haben (>Adrenalin-Junkies und Formular-Zombies). Sehr lustig, sehr wahr, sehr Dilbert. Mañana!

Vortrag: Refactoring von Softwarearchitekturen
Wieder ein anstrengendes Thema im späten Timeslot. Ein interessantes Thema, aber leider ein etwas unübersichtlicher Vortrag. Aber sicher was lesenswertes für unsere Architekten.

Nightschool: What every software architect should know about testing!
Nette, aber vorhersehbare Wunschliste aus der Sicht eines Testers, gewürzt mit ein bissi jammern. Tester haben es nicht leicht ;-) Sehr lustige live Demonstration von Testkonzepten mit acht Freiwilligen, die einen Tisch heben mussten. Ja, wir sollten mehr testen ... aber die Architekten sollten Systeme besser mit einem Blick aufs Testen designen ;-)

Das war's für heute, der Tag hat uns ziemlich geschafft.

Tuesday, 22 January 2008

OOP day 2: Requirements day

Ein guter Tag beginnt mit einem besseren Requirement ;-) Der heutige Tag war dem schwerverdaulichen Schwerpunkt Requirements gewidmet. Mahlzeit. Alles in allem eine zache Sache, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zu letzt. Vielleicht ist ja doch der eine oder andere Gedanke praktisch verwendbar ;-)

Vortrag: Mastering Requirements Engineering – A Mini Tutorial
Hmm, bekanntes Zeug, bekannter Terminologie, bekannte Vormittagsmüdigkeit. Ah, der Vortragende hat eine Businesshistory bei der uns völlig unbekannten Firma Alcatel. Favorite quote: „Traceability ist ein Lieblingsthema von vielen CMMI-Junkies.“

Keynote: Innovation – zwischen Buzzword, Management und Intuition?
rofl - St. Gallen läßt grüßen :-)


Die Keynotes sind jetzt im Saal 1. Der ist super und wäre der perfekte Kinosaal.

Vortrag: Requirements Engineering in Offshore Projekten

Der Vortrag hat sehr ambivalente Gefühle hinterlassen. Die Beschreibung eines realen Offshore Projekts mit 40 Kollegen in Indien ist grundsätzlich eine sehr interessante Sache. Aber wenn ich mir bei manchen Details denke „Das hätte ich anders gemacht“, dann ist das ein schlechtes Zeichen. Aber immerhin habe ich jetzt Ideen, wie man ein paar Probleme vielleicht lösen könnte.

Keynote: How Simple is too simple?
Endlich eine Keynote, die den Namen auch wirklich verdient. Erik Dörnenberg und Dan North sinnieren auf Guru-Level über simple und complicate, simplicistic und complicated. Das ganze mit nur drei Grafiken (siehe nächste Abbildung). Soviel Minimalismus ist schon fast Apple ;-)

Die aufwendigste Grafik der Keynote.Erik and Dan

Vortrag: Deltaanforderungen – Gutes Requirements Engineering trotz Altlasten
Der ganze Vortrag lässt sich wunderbar auf ein Wort zusammenfassen: Usecase-Fragmente. Im Ernst, es klingt zwar trivial, aber es könnte für uns brauchbar sein (und es scheint nicht einmal weh zu tun, beim Anwenden). Faszinierend übrigens auch die weibliche Beteiligung an diesem Thema im Publikum. Die Vortragende Chris Rupp ist offenbar ein role model für requirements fangirls. (PS: Mehr zum Thema fanboys gibt´s am Donnerstag von James :-))

Vortrag: Von der Anforderung zum An(wendungs)fall – Die Anforderungen im Modell
Als letzter Vortrag des Tages SysML Modellierung von Requirements zu präsentieren ist keine leichte Sache. Dafür hat sich Tim Weilkiens eigentlich gut geschlagen. Bin aber noch nicht ganz sicher, ob etwas von der Modellierung bei uns umsetzbar ist.

Zum Schluss noch ein Bild von einer Guerilla Werbeaktion. Wenn man den ganzen Tag einen orangen Schutzhelm mit Werbung herumgeschleppt hat (man musste ihn nicht am Kopf tragen ;-), konnte man ein iphone gewinnen. Also hab ich James überzeugt auch einen Helm herumzutragen und – eh klar – er ist schon für die engere Gewinnerwahl ausgewählt worden. Lucky bastard.